Greenpeace ist berühmt geworden durch zahlreiche Aktionen gegen Umweltverschmutzung. Auch im Internet ist Greenpeace aktiv und hat in diesem Jahr eine der mächtigsten Personen im Netz angegriffen: Mark Zuckerberg, den Gründer von Facebook. Anlass ist der Ausbau eines Rechenzentrums in Oregon, das laut Greenpeace mit Kohlestrom betrieben wird. In einem Video wird Mark Zuckerberg auf eine recht persönliche Weise vorgeführt. Es wird z.B. behauptet, dass er keine Freunde hatte und deswegen Facebook gegründet hat.

Der Unterton ist zwar ironisch, aber zimperlich ist Greenpeace nicht. Aus „social media“ wird so „coal media“ und Zuckerberg wird an den Pranger gestellt. Das bitterböse Video ist ein Cartoon und die Erzählerin hat eine helle Kinderstimme. Das ist stellenweise sehr witzig, oft aber auch gnadenlos überzogen. Überzeugend ist die professionelle Arbeit in technischer Hinsicht auf jeden Fall. Gemessen an den Zielen muss der Inhalt aber zumindest hinterfragt werden.  Zudem ist es nicht gerade hilfreich, den Zuschauer auf Kindergartenniveau zu unterhalten. Wenn es Greenpeace gelingt, auf Youtube und Facebook genügend Empörte zu finden, wird Facebook sicher reagieren. Das ist die große Chance einer solchen Kampagne im Netz. Ob dieses Video allerdings der beste Weg ist, Facebook dazu zu bringen, etwas für den Klimaschutz zu tun, würde ich doch sehr bezweifeln.

via: werbe-blogger.com

Autor

Christian

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